• justinesleng

NaNoWriMo 2021: Zwischenstand

Es ist bereits der 21.11., was bedeutet, dass nur noch 9 Tage NaNoWriMo über sind. Dieses Jahr habe ich mich wahnsinnig auf den November gefreut, vielleicht sogar noch mehr als die Vorjahre (mir wurde allerdings zugetragen, dass ich jedes Jahr total abdrehe). In den vergangenen zehn Monaten lief es mit dem Schreiben und mir sehr holprig. Und ich dachte, dass mein Lieblingsmonat mich da vielleicht nochmal retten könnte, bevor das Jahr zu Ende geht.

Pustekuchen! Ich habe bisher an fünf Tagen geschrieben und keine 5.000 Wörter (von 50.000) erreicht. Und ich kann nicht lügen, ich muss offen sagen: ich bin extrem frustriert. Extrem frustriert von meinen vorbereiteten Briefumschlägen, in die ich mir für jede Woche einen Pep Talk gesteckt habe (kein einziger wurde geöffnet). Frustriert von Instagram, wo alle schreiben, schreiben, schreiben. Frustriert von den täglichen NaNoWriMo-Motivationsmails, die ich nicht mehr öffne. Frustriert vom NaNoWriMo-Kalender, den ich seit dem 10.11. nicht mehr umgeblättert habe. Frustriert vom Schreibnachtforum, in dem immer mehr Leute das Erreichen der 50K feiern. Es fühlt sich an, als würden alle Weihnachten feiern. Ohne mich.

Aber warum schreibe ich dann nicht einfach? Die Uni nimmt mich in Beschlag. Von Vorlesungen und Seminaren über Gruppenarbeiten und Abgaben bis hin zu Ärger mit dem Prüfungsamt. Und wenn ich nicht gerade Formulare ausfülle, Mails an Dozent*innen schreibe oder Texte lese, bin ich bei einem meiner zwei Jobs anzutreffen, die mir zwar beide Freude bereiten, aber natürlich auch Zeit kosten. Außerdem muss man noch Zeit für Corona-Depressionen und etwas Sozialleben einplanen. Normalerweise schiebe ich mein Sozialleben vom November in den Dezember, aber die aktuelle pandemische Entwicklung lässt mich bezweifeln, dass im Dezember noch viel Sozialleben übrig sein wird.

So! Das war eine Menge Gejammer, ein Swimmingpool voll Selbstmitleid, und dabei will ich es nicht belassen. Die 50K zu erreichen, kann ich vergessen. Auch nächste Woche habe ich Uni, und zusätzlich werde ich am Wochenende 10-Stunden-Schichten auf einer Messe arbeiten.

Die gute Nachricht: wenn ich schreibe, dann sehr schnell. 25K sollten also zu schaffen sein. Und das ist sehr, sehr viel mehr als nichts. Das ist nicht nur der Anfang von einem Buch, sondern schon die erste Hälfte. Und ein halbes Buch geschrieben zu haben würde mich definitiv aufheitern. Die andere Hälfte folgt dann wann anders. Vielleicht im nächsten Camp NaNoWriMo!

Die zweite gute Nachricht ist, dass ich dieses Jahr nicht alleine schreibe. Ich betone immer wieder, wie wichtig es ist, Schreibfreund*innen zu haben, habe diesen Monat allerdings keine Energie gefunden, mich an den Aktionen meiner Schreibgruppen zu beteiligen. Umso mehr freue ich mich, jemanden gefunden zu haben, der mit mir schreibt.

Ich weiß absolut nichts über meine Lebensumstände im nächsten NaNoWriMo - wo ich wohnen werde, ob und was ich studieren werde, etc.; ich bin trotzdem sicher, dass er besser laufen wird als dieser.

Aber bevor ich mich in Zukunftsplanerei verwickle: der November ist noch nicht um. Neun Tage, ca. 20K Wörter. Ist viel. Aber vielleicht auch machbar.

Mehr zur aktuellen Schreibentwicklung demnächst hier - bis dahin: schreibt für mich mit!


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